Sonnenschutz im Garten

Sonnenschutz nach Maß für den Garten

„36 Grad und es wird noch heißer …“ – diese Aussage sorgt bei Gartenfreunden typischerweise für zwei Gefühle. Entweder sie sind himmelhoch jauchzend, weil der Pool und ein kühles Bier warten. Oder sie sind zu Tode betrübt, weil die Pflanzen verdorren. Doch wissen Sie was? Es geht beides. Und wie genau, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Sonnenbrand bei Pflanzen – ein oft unterschätztes Problem

Zugegeben, beim ersten Hören klingt es seltsam – aber ja: Auch Pflanzen können einen Sonnenbrand bekommen. Durch die intensive Sonnenstrahlung verlieren Blumen, Obst- und Gemüsepflanzen Feuchtigkeit. Dadurch verfärben sich die Blätter und im schlimmsten Fall kann die Pflanze eingehen.

Obwohl die meisten Gewächse Licht für die Fotosynthese benötigen, ist eine übermäßige Bestrahlung durch die Sonne für viele Pflanzen schädlich. Während sich beispielsweise Geranien, Zitruspflanzen, Wandelröschen und Oleander über einen Platz der prallen Sonne freuen, bevorzugen z. B. Alpenveilchen, Immergrün sowie viele gängige Salat-Arten, Küchenkräuter und Beeren den Schatten.

Tipp: Sollten die Pflanzen am Morgen oder Abend der Sonne ausgesetzt werden, ist das bei milden Temperaturen in den meisten Fällen weniger problematisch. Im Normalfall verfügen sie über einen eigenen Sonnenschutz in Form von eingelagerten Farbstoffen, einer Wachsschicht oder Behaarung. Um diesen Schutz vor den so schädlichen UV-B-Strahlen aufzubauen, benötigen Pflanzen allerdings Zeit.

Vor allem junge Pflanzen, Zimmerblumen und Gewächse die in Wohnräumen überwintert worden gehen ein, wenn sie zu schnell hohen Temperaturen bzw. viel Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Setzen Sie die Pflanzen allerdings zu Beginn nur wenige Stunden am Tag dem Sonnenlicht aus (am besten nicht direkt über die Mittagssonne), gewöhnen sie sich daran und bauen den dringend benötigten Sonnenschutz auf.

Sonnenschutz für Pflanzen – diese Varianten gibt es

Damit Sie auch in den Genuss von frischem Obst und Gemüse kommen, dass Sonne gar nicht verträgt, gibt es inzwischen zahlreiche Sonnenschutz-Lösungen. Der Klassiker sind Schattiernetze, die an Zäunen oder Gewächshäusern zum Einsatz kommen. Der große Nachteil daran ist: sobald die Sonne ihren Winkel verändert, fällt das Sonnenlicht trotzdem auf die Pflanzen.
Daher ist ein Sonnenschutz von oben die deutlich bessere Lösung. Als frei stehende Varianten haben sich in der Praxis Sonnenschirme und Sonnensegel bewährt:

Sonnenschirme punkten mit der einfachen Anschaffung. Der Schirmständer muss lediglich aufgestellt werden, der Schirm gespannt – fertig. Allerdings muss der Sonnenschirmständer nicht nur irgendwo aufgestellt werden und nimmt so wertvollen Platz im Garten weg, sondern er muss auch, sobald schlechtes Wetter aufzieht, wieder abgebaut werden. Diese Lösung ist daher nur bedingt empfehlenswert.

Sonnensegel sind hingegen aufgrund ihrer Montage auf Bodenmasten und der möglichen Größe der Segel bestens dafür geeignet, Teile des Gartens zu beschatten, ohne Platz zu rauben. Das Beste daran: Das Material der Sonnensegel besteht in den meisten Fällen aus wasser- und windundurchlässigen Kunstfasern mit UV-Schutz. Dadurch werden Ihre Gewächse nicht nur vor übermäßigem Sonnenlicht und der schädlichen UV-B-Strahlung geschützt, sondern auch vor anderen Wettereinflüssen.

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Sonnensegels

Getreu dem Motto „Gut geplant ist halb beschattet!“ sollten Sie vor dem Kauf folgende Fragen für sich beantworten:

1. Wie groß ist die zu schützende Fläche? Daraus ergibt sich die Größe des Sonnensegels. Aber Achtung: Der Sonnenschutz (https://www.hofsaess-sonnenschutz.de/) sollte sechs bis zehn Prozent kleiner als die berechnete Gartenfläche sein, da zwischen dem Segel und den Befestigungspunkten noch Seilspanner eingehangen werden. Ist der Segelstoff zu groß, hängt er durch. Hierdurch sammelt sich Wasser, das die Statik der Konstruktion beeinträchtigt. Alternativ können Sie natürlich die Bodenmasten weiter außen postieren, damit das Sonnensegel die komplette Fläche abdeckt.

2. Wie ist der Verlauf der Sonne? Um zu sehen, aus welcher Richtung die Sonnenstrahlung zur Mittagszeit kommt, sollten Sie den Sonnenverlauf einen Tag lang beobachten. So kann das Sonnensegel entsprechend ausgerichtet werden.

Tipp: Es gibt inzwischen auch Webseiten, die Ihnen den Sonnenverlauf anzeigen – doch für die optimale Ausrichtung des Segels ist es sinnvoll, den einen Tag einzuplanen.

3. Welche Form soll das Segel haben? Klassisch sind Sonnensegel dreieckig. Doch bei großen Gartenflächen bietet sich auch eine rechteckige oder trapezförmige Variante an.

4. Benötigt das Segel eine Neigung? Wie eingangs bereits erwähnt werden viele Segel aus einem wasserundurchlässigen Material gefertigt. Der Nachteil daran ist, dass sich das Wasser staut. Damit es problemlos ablaufen kann, sollte eine Neigung von 25 bis 30 Prozent eingeplant werden. Andernfalls kann das Gewebe unter dem Gewicht des Wassers reißen. Übrigens setzen inzwischen immer mehr Hersteller auf netzartige Gewebe mit größerem Abstand. Diese sind robuster gegen Wettereinflüsse – bietet aber auch weniger Schutz vor Sonnenlicht und Wärme.

Sobald diese wichtigen Aspekte geklärt sind, können Sie Ihr Sonnensegel bestellen. Mit etwas handwerklichem Geschick und einem Helfer kann Ihr brandneuer Sonnenschutz innerhalb eines Nachmittags stehen. Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken.